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    Texte sind der inhaltliche Hauptbestandteil der meisten Websites und verlangen daher ein besonderes Maß an Aufmerksamkeit. Immer hin sorgt eine korrekte Formatierung Ihrer Texte dafür, dass Ihre Besucher länger auf Ihrer Webseite bleiben, Inhalte besser verstehen können und letztlich hoffentlich die Informationen finden, die sie gesucht haben. Weitergehend ist die richtige Strukturierung von Texten essenziell wichtig um ein gutes Ranking in Suchmaschinen wie Google zu erreichen. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Texte auf Vordermann bringen.

    Grundlagen für gute Texte

    Bevor wir anfangen über die Feinheiten der Strukturierung zu sprechen beginnen wir mit den Grundlagen von guten Texten. Der wichtigste Punkt zuerst: Achten Sie auf einwandfreie Rechtschreibung. Gerade Flüchtigkeits- oder Grammatikfehler sorgen dafür, dass Ihre Leser schnell das Vertrauen in den Autor verlieren. Unsere Empfehlung: Installieren Sie entweder ein Plugin welches Ihre Texte vor der Veröffentlichung überprüft oder schreiben Sie die Inhalte in einem Text-Editor wie Microsoft Word. Die bereits eingebaute Rechtschreibprüfung zeigt Ihnen zumindest offensichtliche Tipp- und Leichtsinnsfehler an. Ein tolle Alternative ist die Duden Online Rechtschreibprüfung. Hier können Sie Texte bis zu 800 Zeichen einfügen und kostenlos überprüfen lassen. Das Tool unterstützt leider 800 Zeichen und ist daher nur für kleine Texte oder Teile eines größeren Artikels geeignet. Sie können Ihre Inhalte aber ohne Probleme aufteilen und das Tool mehrfach nacheinander benutzen.

    Egal ob Sie selbst in die Tasten hauen oder Hilfe von externen Mitarbeitern erhalten, das Thema und Ihre Zielgruppe sollte von Beginn an klar sein. Wer andere schreiben lässt sollte immer ein sogenanntes Briefing verfassen. Dabei handelt es sich um eine separate Datei in denen Sie wichtige Aspekte, Anweisungen und Empfehlungen festhalten. Vor allem wenn mehrere Texter an derselben Webseite arbeiten macht es Sinn beispielsweise die Struktur der Texte vorzugeben. Wie oft werden zu Unterüberschriften gegriffen, wie werden Absätze verwendet und wie wird beispielsweise mit Quellen umgegangen? Weitergehend sollten Sie nicht nur die Überschrift eines Artikels vorgeben. Das gilt auch wenn Sie selbst schreiben: recherchieren Sie im Vornherein welche Unterthemen innerhalb Ihres Artikels angegangen werden sollen. Am besten eignet sich eine Vorstrukturierung in der Sie bereits alle Unterüberschriften zusammentragen. So wissen Sie oder Ihr Texter später genau welche Themengebiete noch bearbeitet werden sollten.

    Richtige Formatierung

    Kommen wir zu den wirklich relevanten Aspekten der korrekten Formatierung. Für Texte sollten folgende Aspekte beachtet werden:

    • Schriftart
    • Schriftgröße
    • Zeilenabstand
    • Absätze
    • Strong-Tags und Kursivschrift

    All diese Aspekte lassen sich entweder direkt in Ihrem Editor, per HTML (via Inline-Style) oder per CSS-Stylesheet einrichten. Wenn Sie keinen Editor besitzen und daher auf die manuelle Einrichtung angewiesen sind sollten Sie zumindest die Schriftart und -Größe sowie den Zeilenabstand per CSS deklarieren um Ihnen unnötige und repetitive Arbeit zu ersparen.

    1. Schriftart

    Serifen-Sans Serif Vergleich

    Links: Serif Times New Roman gegenüber Rechts: Sans-Serif Arial

    Die Schriftart oder Font ist ein essenzieller Bestandteil der Darstellung Ihrer Inhalte. Je nach gewählter Font bestimmen Sie zum Teil wie Ihre Webseite von außen wahrgenommen werden soll. Sie sollten die Wahl daher von Ihrer Zielgruppe abhängig machen. Ein Magazin zu Finanzthemen sollte anders dargestellt werden als ein Blog über moderne Kunst. Weitergehend spielt die Schriftart eine große Rolle bei der Lesbarkeit Ihrer Texte. Wenn Sie große und ausführliche Artikel veröffentlichen sollten Sie eine klarere und einfach zu lesende Schriftart wählen. Man unterscheidet bei Fonts zwischen Schriften mit und ohne Serifen. Eine Serife ist eine Linie die Buchstaben quer zur Grundrichtung abschließt. Eine der bekanntesten Serifenschriften unserer Zeit ist Times New Roman. Eine bekannte Schrift der Kategorie Sans-Serif (also ohne Serifen) ist Arial. Serifenschriften wird oftmals eine bessere Lesbarkeit bescheinigt, Sans-Serif Schriften wirken meist moderner und einfacher.

    Die Schriftart definieren Sie folgendermaßen:

    In HTML: <p style=“font-family: Times, serif“>Ihr Text</p>
    In CSS: font-family: Times, serif; 

    2. Schriftgröße

    Ganz offensichtlich spielt auch die Schriftgröße bei der Lesbarkeit Ihrer Texte eine übergeordnete Rolle. Normale Texte beginnen ab einer Schriftgröße von 12 Pixeln. Darunter ist die Schrift meist zu klein um angenehm gelesen zu werden. Experten empfehlen inzwischen sogar 18 Pixel für den Fließtext. Abhängig von Ihrer Schriftart wirkt das vielleicht etwas übertrieben. Probieren Sie es aus und fragen Sie Freunde und Kollegen nach deren Meinung. Bei der Formatierung sollten Sie sich nie allein auf Ihre eigene Meinung verlassen. Essenziell wichtig: um die Schriftgröße zu erhöhen oder zu verringern wird niemals eine Überschrift verwendet. Überschriften sind Werkzeuge zur Strukturierung Ihrer Inhalte und sollten nicht zur visuellen Formatierung selbiger verwendet werden es sei denn, es handelt sich tatsächlich um eine Überschrift. Mehr dazu im Verlauf des Ratgebers. Um die Schriftgröße festzulegen verwenden Sie folgende Befehle:

    In HTML: <p style=“font-size: 16px“>Ihr Text</p> 
    In CSS: font-size: 16px;

    3. Zeilenabstand

    Mit dem Zeilenabstand ermöglichen Sie Ihrem Leser einen deutlich einfacheren Lesefluss. Vor allem wenn Sie große Absätze erstellen sollten Sie darauf achten einen ausreichend hohen Zeilenabstand einzurichten. Der übliche Abstand beträgt zwischen dem 1,2 und 1,5 fachen der Schriftgröße. Homepage.info verwendet einen Zeilenabstand von 1,5.

    Der Zeilenabstand lässt sich über die Eigenschaft line-height einrichten. Die Angabe 1.5 errechnet dabei den 1,5 fachen Zeilenabstand relativ zur Schriftgröße. Auch Angaben in Pixeln (px) oder Zentimetern (cm) sind möglich:

    In HTML: <p style=“line-height: 1.5″>Ihr Text</p> 
    In CSS: line-height: 1.5;

    4. Absätze

    Absätze und Leerzeilen ordnen Ihren Inhalt und sollten logisch voneinander unterscheidbare Textpassagen trennen. Wenn Sie innerhalb einer Unterüberschrift ein neues Teilgebiet beginnen sollten Sie den vorherigen Absatz beenden und einen neuen beginnen. Die richtige Verwendung von Absätzen gehört zu den logischen Grundlagen der Formatierung und sollte daher eingehalten werden. Neben den inhaltlichen Vorteilen geben Absätze Ihrem Text Struktur und verbessern den Lesefluss Ihrer Nutzer.

    Absätze lassen sich in Editoren mit der Enter-Taste oder in HTML mit dem Break-Tag <br> erstellen. Fügen Sie den Tag einfach am Ende Ihres Absatzes ein um eine neue Zeile zu beginnen. Wenn Sie eine Leerzeile dazwischen setzen möchten wiederholen Sie <br> in der folgenden Zeile.

    Hier endet mein Abschnitt. <br>
    <br>
    Nach einer Leerzeile startet der neue Absatz.

    5. Strong-Tags und Kursivschrift

    Wichtige Passagen innerhalb Ihrer Texte können Sie mit Bold bzw. Strong-Tags oder mit Kursivschrift hervorheben. Hier gibt es mehrere Aspekte die zu beachten sind. Erstens sollten Sie die Länge der hervorgehobenen Passagen auf ein Minimum begrenzen. Wählen Sie lieber einzelne Wortkombinationen als ganze Sätze oder gar Absätze. Bold und Strong-Tags sollten nur für die wichtigsten Inhalte Ihrer Texte verwendet werden. Weitergehend unterscheiden Suchmaschinen zwischen Bold und Strong. Visuell ergeben beide Tags dasselbe Ergebnis. Für den Google-Bot sind Passagen in Bold allerdings eher fett gedruckt, Passagen mit Strong-Tag werden als wichtig angesehen. Wenn Sie also wichtige Aspekte hervorheben möchten, sollten Sie den Strong-Tag verwenden.

    Strong- und Bold-Tags sowie Kursivschrift können folgendermaßen implementiert werden:

    Strong: <strong>Ihr Text</strong>
    Bold: <b>Ihr Text</b>
    Kursiv: <em>Ihr Text</em>

    Die korrekte Struktur

    Bereits zuvor haben wir erwähnt, dass Sie Überschriften nicht zur visuellen Anpassung Ihrer Texte verwenden sollten. Es handelt sich dabei um einen beliebten Fehler der selbst Profis unterläuft. Überschriften sind ein strukturelles Werkzeug und kein Ersatz für ordentliches Styling. Dafür gibt es CSS Stylesheets. Wir empfehlen für die Verwendung von Überschriften folgende Richtlinien:

    1. jede Unterseite Ihrer Webseite beginnt mit einer H1. Diese sollte Ihr Hauptkeyword enthalten. Verwenden Sie nur eine H1-Überschrift pro Seite.
    2. Jedes neues Thema innerhalb des Artikels beginnt mit einer H2 Überschrift.
    3. Jedes Unterthema einer H2 Überschrift ist eine H3 Überschrift, darauf folgt H4 etc…
    4. Verwenden Sie nicht zu viele Überschriften. Wenn ein Thema keine ausreichende Länge besitzt sollten Sie es mit anderen Themen bündeln.
    5. Verwenden Sie außerhalb des Inhalts keine Überschriften. Im Header, in der Sidebar und im Footer sollten sich keine Überschriften befinden.

    Eine mögliche Struktur zeigen wir Ihnen am Beispiel dieses Artikels:

    H1: Korrekte Formatierung und Strukturierung von Texten (Hauptkeyword und Thema des Artikels)

    H2: Grundlagen für gute Texte (weitergehende Einleitung)

    H2: Richtige Formatierung (Unterthema des Artikels)

    H3: 1. Schriftart (einzelne Unterpunkte des Unterthemas)

    H3: 2. Schriftgröße

    H3: 3. Zeilenabstand

    H3: 4. Absätze

    H3: 5. Strong-Tags und Kursivschrift

    H2: Die korrekte Struktur (neues Unterthema des Artikels)

    Mit diesen Handlungsempfehlungen verbessern Sie Ihre Inhalte deutlich und machen es Ihren Nutzern einfacher Ihre Texte zu lesen und zu verstehen.